Sergej in der Urne
Ein Dokumentarfilm von Boris Hars-Tschachotin

Ein Urenkel auf Spurensuche durch Europa. Entlang der verschlungenen Lebenswege von vier Generationen folgt er der dramatischen Odyssee seiner Vorfahren. Im Zentrum des Films steht das außergewöhnliche Schicksal von Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973). Für den Film erzählen seine vier noch lebenden, in alle Welt verstreuten Söhne die wechselvolle Geschichte ihres Vaters. Über allen Biographien hängt bis heute der übergroße Schatten des Vaters. Jeder hat ihn während eines bestimmten Lebensabschnitts ganz intensiv erlebt und begleitet. So sind ihre eigenen Biographien bis heute geprägt durch die konfliktreiche Beziehung zu dieser willensstarken und unerbittlichen Persönlichkeit. Gemeinsam mit dem Urenkel stellen sie sich den Fragen ihrer Vergangenheit und verdichten  in der persönlichen Rückschau zugleich die Spuren, anhand derer sich zentrale  Ereignisse und Zusammenhänge des 20. Jahrhunderts verfolgen lassen.

Die Interviews mit den Söhnen Tschachotins werden einerseits durch umfangreiches Film- wie auch Fotoarchivmaterial, zum Teil aus dem Originalnachlass Tschachotins, verdichtet, andererseits ergänzen aktuelle, in mehreren Ländern Europas gedrehte Aufnahmen die einzelnen Erzählstränge.

Kinodokumentarfilm, 90 min, High-Definition und 16mm Fertigstellung Sommer 2006

Eine Produktion der Liquid Blues Production und MA JA DE Filmproduktions GmbH

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Medienboard Berlin-Brandenburg und der Mitteldeutschen Medienförderung. In Kooperation mit 3Sat.