Der Kaisersaal im Museum für Fotografie bildet für das MAKROSKOP einen spannungsreichen Bezugsrahmen. Einst repräsentativster Raum des 1908/09 errichteten Gebäudes war der Kaisersaal im zweiten Obergeschoss ein tonnengewölbter Festsaal von 665 Quadratmetern Fläche und über 11 m Raumhöhe. Nach mehreren Umbauten wurde er im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Die rohen Backsteinwände und der sichtbare Dachstuhl sind bis heute Zeichen der wechselvollen Geschichte dieses Ortes, dem die Spuren der Vergangenheit deutlich sichtbar eingeschrieben sind und der  damit einen effektvollen Kontrast zu der transluzenten Plastik MAKROSKOP bildet. Als ein aus sich heraus leuchtender Bildkörper taucht die Installation den Raum in ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten. Der Kaisersaal wird so zur Bühne, auf der sich ein kaleidoskopartig leuchtender Bildwirbel entfaltet. In den Nebenräumen wird ergänzend eine Ausstellung mit Originalfotografien Tschachotins, die sein Leben dokumentieren, erstmals öffentlich präsentiert.
Im Sinne des Museumskonzepts, nach dem der Kaisersaal bis zu seiner Renovierung auch Ausstellungsort für die „im Dialog mit Film und Video“ der in der Jebensstraße beheimateten Fotografie sein soll, führt das MAKROSKOP die Reihe der bislang dort präsentierten Ausstellungen und Installationen fort und zeigt das Medium Fotografie im Dialog mit seinen Schwesterkünsten Film und Video.

Adresse:
Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin
Tel: 030 – 20905566
www.smb.museum/mf
fm@smb.spk-berlin.de

Öffnungszeiten:
Di-So 10-18.00 Uhr, Do 10-22.00 Uhr

Eintrittspreise:
6 €, ermäßigt 3 € (Tageskarte Charlottenburg)
Do ab 18 Uhr freier Eintritt.